Über mich

Denise Evers sitzt auf einem Stein vor Bäumen. Sie trägt eine Sonnenbrille und eine Bluse mit orange-schwarz-weißem Muster.
Der Traum von einer besseren Welt ist mein Antrieb.

Studium zwischen Hamburg, Palästina und Berlin

2010 habe ich an der Carl-Strehl-Schule in Marburg an der Lahn mein Abitur gemacht. Danach standen die Zeichen auf Islamwissenschaft oder Jura. Ich bin froh, dass ich gegen alle Empfehlungen meinem Bauchgefühl gefolgt bin. Nach einem kurzen Volontariat in Palästina ging ich nach Hamburg und studierte Islamwissenschaft und Vergleichende Religionswissenschaft. Palästina ließ mich nicht los. Schon bald verbrachte ich ein Auslandsstudium an der Universität Birzeit bei Ramallah. Nach meinem Abschluss in Hamburg hatte ich noch lange nicht genug und zog für den Master in Islamwissenschaft nach Berlin.

Berlin: Dolmetschen, Flüchtlingshilfe, Stadtteilarbeit

In Berlin begann ich neben dem Studium als Dolmetscherin für Arabisch zu arbeiten. 2015 kam ich zum ersten Mal mit der Flüchtlingshilfe in Kontakt und engagierte mich ehrenamtlich für Geflüchtete. Nach dem Master arbeitete ich im Quartiersmanagement und in der Stadtteilarbeit und organisierte Projekte in besonders benachteiligten Kiezen. Gleichzeitig ließ ich mich zur interkulturellen Coachin und zur Extremismusmanagerin ausbilden und vertiefte mein Wissen über interkulturelles Zusammenleben, Radikalisierung und Extremismusprävention. Ich gestaltete antirassistische Projekte und engagierte mich weiter für Geflüchtete und in Menschenrechtsorganisationen. Der Wille, gegen Ungerechtigkeit und benachteiligende Strukturen vorzugehen, zieht sich durch alles, was ich tue.

Gegen Ausgrenzung

Als behinderte Frau kenne ich Ausgrenzung, Zuschreibungen von außen und Diskriminierung aus eigener Erfahrung. Um diesen Strukturen etwas entgegenzusetzen, ließ ich mich 2023 bei Eine Welt der Vielfalt e.V. zur Diversity- und Antidiskriminierungstrainerin ausbilden. Seitdem gebe ich Trainings und Workshops, die für Diskriminierung sensibilisieren und helfen, benachteiligende Strukturen abzubauen. Mehr dazu erfahren Sie unter Trainings und Workshops.

Bremen

Ende 2022 zog ich nach Bremen, und im Januar 2023 übernahm ich die Leitung einer Unterkunft für Geflüchtete. Diese Aufgabe habe ich bis heute, und ich lerne jeden Tag vom Wissen und von den Erfahrungen der Bewohnerinnen und Bewohner. Außerdem bin ich Mitglied im Bremer Rat für Teilhabe und Diversität in der Migrationsgesellschaft. In der Unterkunft entstand auch die Idee zu meinem ersten Buch. Mehr dazu erfahren Sie auf der Seite zu „Fluchtweg“.